50.000er-Inspektion einer Kuh

30. März 2010

Donnerstag letzter Woche habe ich es als Tierliebhaber nicht mehr länger mit ansehen können, wie meine Kuh im Stall stehen muss. Also, kurzerhand das Gatter auf, die geladene Batterie „eingeführt“ und auf den Startknopf gedrückt …  Ganz die Alte! Nach anfänglichen Schütteln, stampfte und rauchte sie wieder und ich konnte einen Ritt wagen 🙂 Schö‘ wars!

Gut, weil die Kuh in ihrem Leben nun schon gute 50.000 km zusammen gelaufen hat, stand eine Inspektion an, um weitere 200.000 km möglich zumachen! Freitag ging es dann Richtung Norden zum allwetterfahrer und Samstag zum Schrauber unseres Vertrauens. An dieser Stelle einen schönen Gruß an Bernd und an seine Mutter! Danke für den leckeren Kaffee und den Kuchen … ach ja und die Kekse – die waren auch wirklich gut!

Los geht’s! Erstmal die Q auf eine zuvor von anderen Kühen befreite Hebebühne und Werkzeug organisiert. Hierbei sei gesagt, dass ich den Tipp vom Bernd gut fand: „Schraub erstmal mit deinem Bordwerkzeug, dann siehst du, was damit alles geht – wenn du was Spezielles brauchst, weisst du nachher, was nicht unterwegs mit dem Bordwerkzeug zu bewerkstelligen ist“. Das war ein guter Tipp!

30. März | Die Kuh nimmt auf der Hebebühne Platz (Zum Vergrößern anklicken/ca. 0,3 MB)

Ja, hier ist der Hinterreifen schon raus, denn den brauchte ich neu. Also, ab zum Schmied damit! Die Kuh war von der Reise noch warm und schwitzte. Diesen Zustand nutzten wir um ihr den Lebenssaft, das Öl, ab zu lassen. Beim Ölfilter-Rausdrehen empfielt es sich, etwas Öl über die Hände laufen zu lassen, so kommt schnell Schrauberfeeling auf und warm ist es auch noch! 🙂

30. März | Das Öl muss raus! (Zum Vergrößern anklicken/ca. 0,3 MB)

Um gescheit arbeiten zu können, musste der Tank runter. Das ging bisher nicht, weil die Benzinschläuche nicht so leicht demontierbar waren. Deshalb haben wir die Benzinleitung mit Steckverschlüssen aufgewertet.

30. März | Tank mit Benzinleitungen ohne Steckverschlüsse (Zum Vergrößern anklicken/ca. 0,3 MB)

Auf den folgenden Bildern seht Ihr dann die fertigen Steckverschlüsse mit dem problemlos demontierten Tank der Kuh.

30. März | Montieren der Steckverbindungen am Tank (Zum Vergrößern anklicken/ca. 0,3 MB)

30. März | Fertig! (Zum Vergrößern anklicken/ca. 0,6 MB)

30. März | Da liegt er dann – der Tank. (Zum Vergrößern anklicken/ca. 0,3 MB)

Ja, und dann liegt die Kuh völlig freizügig da und rekelt sich auf der Bühne wie ein Callgirl. Hier schön zu sehen – jetzt kommen wir „überall dran“ 🙂

30. März | Die freizügige Kuh (Zum Vergrößern anklicken/ca. 0,3 MB)

30. März | Eine fast nackte Kuh (Zum Vergrößern anklicken/ca. 0,3 MB)

Weiter ging es damit, die Zündkerzen zu tauschen und das Ventilspiel zu cheken. Hierzu mussten die Zylinderdeckel runter. Zuvor aber noch die Zylinderschutzbügel runter schrauben 🙂

30. März | Demontage der BMW-Zylinderschutzbügel (Zum Vergrößern anklicken/ca. 0,3 MB)

30. März | Zylinder ohne Zündkabel und Abdeckung des selben (Zum Vergrößern anklicken/ca. 0,3 MB)

30. März | Ja, und dann isser ab … der Zylinderdeckel (Zum Vergrößern anklicken/ca. 0,3 MB)

30. März | Ventile am Boxermotor (Zum Vergrößern anklicken/ca. 0,3 MB)

Auch sehr beeindruckend, wie ich finde, ist die verschleißfreie Steuerkette, die die Ventile antreibt. Hier zu sehen:

30. März | Steuerkette (Zum Vergrößern anklicken/ca. 0,3 MB)

Bevor es wieder an das Zusammenschrauben geht, befreie ich die Kuh von alten Öl-Rückständen.

30. März | Sauber solls sein! (Zum Vergrößern anklicken/ca. 0,3 MB)

Hinter dem Vorderrad, gut hinter einer Abdeckung versteckt, läuft der Poly-V-Riemen. Den mussten wir noch auf Spannung überprüfen, damit er zukünftig die Lichtmaschiene zuverlässig antreibt. Gesagt, getan:

30. März | Der Poly-V-Riemen (Zum Vergrößern anklicken/ca. 0,2 MB)

30. März | Poly-V-Riemen (Zum Vergrößern anklicken/ca. 0,3 MB)

Jetzt könnten wir ja eigentlich die Zylinderdeckel wieder aufschrauben… eigentlich. Beim Festschrauben des rechten Deckels merkte ich, dass eine der langen Schrauben „durchgedreht“ wurde. Genau dieser Deckel wurde mir nach meinem Unfall im letzten Jahr von einer BMW-Fachwerkstatt erneuert und aufgeschraubt. Hey Jungs, habt ihr da vielleicht die Schraube ein wenig zu fest angedreht??? Wie ich erfuhr, ist der Zylinder aus Magnesium und Alu gefertigt, also aus weichem Metall. Und das heisst dann eben, die Schrauben nicht wie ein Holzfäller anreissen! Gut, dass wir einen Bernd hatten, der hat das Loch ausgebohrt, eine neues Gewinde eingeschnitten und eine Hülse mit Innengewinde eingedreht hat. So konnte ich die Schraube wieder festschrauben. Danke Bernd, meine Nerven haben echt geflattert bei der Aktion! Im dümmsten Fall, darf dann nämlich der komplette Zylinderkopf getauscht werden!

30.März | Das ausgenudelte Loch (Zum Vergrößern anklicken/ca. 0,2 MB)

30. März | Vorbereitungen zum Gewindeausbohren (Zum Vergrößern anklicken/ca. 0,3 MB)

Damit vom Ausbohren keine Metallspähne in den Ventilraum fallen, haben wir diesen zuvor mit einem Handtuch ausgestopft. Ja, dann ging es los. Hier zu sehen, dass Werkzeug zum Gewinde schneiden …

30. März | Gewinde schneiden (Zum Vergrößern anklicken/ca. 0,3 MB)

Und alles war wieder gut! Er hat gebohrt und es hat gar nicht weh getan! Jetzt konnte der Zylinderdeckel wieder drauf! Wichtig hier ist, dass alle Gummidichtungen gut sitzen, sonst leckt die Kuh! 🙂

30. März | Nach fest kommt ab! Merkt Euch das! (Zum Vergrößern anklicken/ca. 0,3 MB)

Jetzt fehlte nur noch der neue Reifen … Beeeerrrrnnnnd!!!!!???? Wie weit bist Du mit dem neuen Hinterreifen??? Fertig! Da ist ja auch schon die neue Walze 🙂 Herrlich!

30. März | Der neue Pneu sieht gut aus 🙂 (Zum Vergrößern anklicken/ca. 0,4 MB)

Dann mal eingebaut und festgeschraubt das gute Stück!

30. März | Schön festziehen! (Zum Vergrößern anklicken/ca. 0,2 MB)

Nach der Reifenmontage bekam meine Kuh noch an die 3,5 Liter neues Öl in den Bauch gekippt und einen neuen Ölverschluß am Zylinder, denn der alte war etwas undicht. Die Drosselklappen wurden nach einer kurzen Fahrt um den Block eingestellt (hierzu muss die Kuh warm sein) und dann war es auch schon geschafft! Was ich noch vergessen habe und Euch nicht vorenthalten möchte, die Kuh hat einen neuen K&N-Luftfilter bekommen, so konnte ich ihr mehr Luft zum Atmen verschaffen – das Astma ist jetzt auch besser geworden 🙂

Auf der Fahrt ins Frankenländle hat die Kuh sich hervorragend fahren lassen! Alles in allem ein Erfolg und ich habe wieder eine Menge gelernt über die Kuh.

Die Linke zum Gruß! Bis zum nächsten Mal!
woodegger

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50.000er Inspektion

2. März 2010

Seit gegrüßt, Freunde der Q,

am 27. März fahre ich mit dem woodegger zur 50.000er Inspektion seiner Q.

Ich denke, dass wir einige Fotos machen werden und diese dann auch online stellen.

Bleibt dabei 🙂

Gruß

Hier geht es zum Bericht


Fehlender O-Ring am Schnellverschluß des Tankes

23. Juni 2009

Endlich war es soweit. Mein Bruder und ich unternahmen am Pfingstwochenende die erste gemeinsame Tour…

50 km vor dem Treffpunkt machte ich eine kurze Pause um zu sehen, ob alles o.k. war.

Doch was sah ich: 

29. Mai 2009

29. Mai 2009 - Vom Benzin angelaufenes Aluminium

Ein gelber, schmieriger Film auf der rechten Seite.

Die ersten Gedanken waren:

– „Mist! Was ist das denn?“
– „Das war es mit der Tour!“
– „Woher kommt das?“
– „Gibt es eine undichte Stelle?“
– …

Alles Fragen, die sich wahrscheinlich jeder GS-Freund stellt, wenn seine Gummi-Q leckt.

Ich konnte die Ursache nicht finden und entschloss mich langsam bis zum Treffpunkt zu fahren, um dort eine Werkstatt aufzusuchen.

Doch nach dem ersten Kaffee mit meinem Bruder fanden wir ziemlich schnell die Ursache:

29. Mai 2009

29. Mai 2009 - Fehlender O-Ring am Schnellverschluß des Tankes

Es war ein fehlender O-Ring am Schnellverschluß des Tankes; wo immer ich denn auch verloren habe!

Nur: Woher bekommt man einen Neuen?

Nach einigem hin und her, half uns der Mercedes Händler in Kirchheim (nochmals Dank an dieser Stelle) aus. Er hatte einen passenden O-Ring. Zwar aus einer Klimaanlage, aber gut… Mal schauen, wie lange dieser hält.

Hat damit zufällig einer Erfahrung?

Gruß

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