Sicherheitstraining

Rechts und Links herum im Kreis fahren,  aus 50 km/h eine Vollbremsung hinlegen, Schrittgeschwindigkeit fahren, Bremsen mit Ausweichen u.s.w. Das kennt ein jeder noch vom Führerschein. Hin und wieder fahre ich auf  leere große Parkplätze und wiederhole einige dieser Übungen, um einfach noch vertrauter zu werden mit meinem Bike.

Ich fahre circa 7 Jahre aktiv Motorrad (mit einigen Jahren Pause 🙂 ) und würde sagen, dass ich nicht zu den „Heizern“ gehöre sondern eher zu den „Genuss-Bikern“, was nicht heisst, dass ich bei Regen sofort absteige, mich meiner Kombi entkleide und mein Motorrad damit abdecke! Es gibt ja bekanntlich kein schlechtes Wetter – nur schlechte Kleidung! Klar habe ich nach den Jahren auf dem Bock auch viele Erfahrungen gemacht, glimpfliche Situationen durchlebt und viel „ausprobiert“, aber wie heisst es immer: Wer rastet, der rostet 🙂

Auch schon vor meinem kleinem Crash habe ich mich mit dem Gedanken befasst, ein ADAC-Sicherheitstraining zu besuchen. Leider ist der nächste Ort, von Würzburg aus, Fulda oder Frankfurt am Main, an denen solche Trainings angeboten werden. Ich würde mich für die Fahrt durch die Röhn und damit für Fulda entscheiden 🙂

Viele Motorradfahrer sagen zu solchen Trainings „Schnick-Schnack“ ich bin eh der beste Fahrer unter der Sonne, mich hat bloß noch keiner entdeckt (ausser der Polizei) sonst wäre ich schon Profirennfahrer laber, laber, laber …

Meine Frage an Euch: Hat jemand Erfahrung mit solchen Trainings – egal ob ADAC oder sonstige Anbieter? Was bringen die? Was wird dort so gemacht? Welche Kosten entstehen? Was ist zu beachten? Was ist, wenn ich mit meinem Motorrad stürze u.s.w. Fragen über Fragen, ich weiss, aber ich denke, es gibt viele Interessenten, die sich wie ich einmal ein Bild über das ganze Thema machen wollen.

Vielen Dank im Vorraus schon einmal für jede Antwort bzw. Beitrag zu diesem Thema!

Die Linke zum Gruß,
woodegger

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One Response to Sicherheitstraining

  1. Servus,

    ich war schon zweimal beim Sicherheitstraining des ADAC und kann es wirklich empfehlen. Und auch ich bin der Meinung, dass JEDER noch etwas lernen kann! Egal wie lange er schon fährt, wie alt er ist usw.

    Zur Beruhigung will ich vorab sagen, dass beim Basistraining nicht auf regennasser Fahrbahn trainieren muss und die Motorräder im Falle eines Sturzes über den ADAC versichert sind.

    So dann aber!

    Es gibt mehrere Trainingsangebote, vom Basistraining, über das Aufbautraining etc.

    Ich war bisher jedes Mal beim Basistraining. Einmal in Löhne bei Herford auf einem riesigen Parkplatz und einmal in Paderborn auf dem neuen Trainingsgelände des ADAC.

    Die Kosten waren überschaubar, selbst für nicht Mitglieder. Ich meine es waren damals für den ganzen Tag um die 69-75 €.

    An nachfolgendes kann ich mich erinnern:

    Theoretischer Teil vorab
    – Kaffee trinken
    – Smalltalk halten (Austausch mit den anderen Teilnehmern; Fahrpraxis; wie lange fährt man schon; wo fährt man so; war man schon mal auf einer Tour; etc.)
    – Folien mit den Fragen: Wie würdest du hier entscheiden, wie dort…
    – Physikalisches zum Motorradfahren
    – Etc.

    Anschließende praktische Übungen
    – Gleichgewicht (Auf den Sattel setzen mit beiden Beinen mal links mal rechts; fahren im stehen; fahren im knien; langsames fahren; Schrittgeschwindigkeit; anhalten; anfahren; Füße schnell hoch)
    – Bremsen (Mit erhöhter Geschwindigkeit auf ein Ziel zufahren, kurz bremsen und ausweichen und dabei lernen wie man das Motorrad schlagartig in eine andere Richtung bekommt; aus 50 km/h eine Vollbremsung versuchen (ja: versuchen! Eine Vollbremsung ist für jeden ja eine Auslegungssache, bis dir ein Trainer mit Reifen hinten hoch mal zeigt, was eine Vollbremsung ist :-)); Bremsen mit und ohne ABS (wenn abschaltbar) üben; die Hinterrad- und Vorderradbremse genauer kennen lernen und erfahren, wie uns wo man diese einsetzt

    – Geschicklichkeit (Achten fahren; eng um Pylonen fahren; Kurven fahren (Was ich hier gut fand ist, dass man Kreidestriche auf die Reifen gemalt bekommt und mal sehen zu können, wie weit man sich wirklich reinlegt. Und da kann man noch mal stauen wie viel Platz noch ist, wo ja viele meinen, dass man sich schon VOLL reingelegt hat :-)); Wenden (In einem vorgegebenen Rechteck, ohne einen Fuß abzusetzen, drehen. Weil: Schnell fahren kann ja jeder!); Kupplungs- und Bremsspiel üben (Kupplung schleifen lassen, Gas geben und trotzdem auf der Hinterradbremse stehen bleiben))

    – Viele Tipps (zur Reaktion; zum vorrausschauendem Fahren und handeln; zur Gefahrenerkennung)

    Sollten noch mehr Erinnerungen aufkommen, werde ich diese immer wieder mal ergänzen

    Ansonsten sind wir mittags im Trupp schön essen gefahren und konnten auf diesem Wege auch gleich mal RICHTIGES fahren in einer Gruppe üben.

    Ich würde es immer wieder machen, weil wie beschrieben: Man kann immer dazu lernen.

    Die Linke zum Gruß!

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